Herzlich Willkommen!
Dies ist die Homepage der Geschichtswerkstatt Billstedt. Hier berichten wir über unsere Arbeit und andere Geschichtsprojekte im Stadtteil. Außerdem stellen wir Informationen und Bilder zur Geschichte Billstedts zur Verfügung. Viel Spaß beim Stöbern!
"Billstedt aus der Luft" - Druckauftrag erteilt
Es ist vollbracht! Nachdem das Forum Billstedt/Horn Anfang Juli der Empfehlung des Verfügungsfonds gefolgt ist und einen Druckkostenzuschuss von 2000 Euro bewilligt hat, haben wir nun das Buch zur Ausstellung "Billstedt aus der Luft - Aufnahmen aus den 1950er und 1960er Jahren" in den Druck gegeben. Es wird rund 50 Fotos enthalten, gut 90 Seiten umfassen und zum Preis von 12,90 Euro zu kaufen sein. Wenn alles gut geht, kommt es noch rechtzeitig zur BilleVue Ende September in den Handel.
Abgeschossener Bomber: Es war tatsächlich Mord
Im Frühjahr 2009 hatten wir hier erstmals über die Geschichte eines alliierten Bombers berichtet, der im Zweiten Weltkrieg in Billstedt abgestürzt war und bei dem eines der Besatzungsmitglieder angeblich erschossen worden sein sollte. Mittlerweile ist es uns gelungen, die Maschine zu identifizieren, die Umstände ihres Absturzes aufzuhellen und das Gerücht zu bestätigen. mehr
Schiffbek im Jahr 1773 - handkolorierte Karte aufgetaucht
Als Schiffbek im Jahr 1773 anlässlich der Umwandlung der Gewannflure in Koppeln vermessen wurde, fügte man dem Vermessungsprotokoll auch eine Karte bei. Diese zählt zu den frühesten differenzierten Abbildungen des Ortes. Das Original liegt im Staatsarchiv Hamburg, eine Abbildung findet sich im Schiffbek-Buch. Seit kurzem verfügt die Geschichtswerkstatt Billstedt über eine handkolorierte großformatige Ausschnittsvergrößerung dieser Karte, die lediglich den Ort selbst sowie seine nähere Umgebung zeigt und nicht die gesamte Feldmark, so dass man sich auch ohne Mühe ein Bild von Schiffbek in der damaligen Zeit machen kann. Zu verdanken hat die Geschichtswerkstatt dies Herrn Hintze, der die Karte in seinen Unterlagen gefunden und uns freundlicherweise zur Verfügung gestellt hat.
Sollten Sie auch noch alte Karten, Fotos oder andere Dokumente besitzen, die über Billstedts Geschichte Aufschluss geben, so würden wir uns freuen, wenn Sie uns diese ebenfalls zugänglich machen. Nur durch Ihre Unterstützung kann unser Archiv und damit die Möglichkeit, sich über die Vergangenheit des Stadtteils zu informieren, wachsen.
Surf- und Ausflugstipp: Südstormarnsche Kreisbahn
Am 17. Dezember 1907 war es endlich so weit: Mit der Inbetriebnahme der Südstormarnschen Kreisbahn erhielten Schiffbek und Kirchsteinbek am gemeinsamen Haltepunkt nahe der roten Brücke Anschluss an das Eisenbahnnetz. Mehrmals täglich verkehrten nun Züge von Trittau bis nach Tiefstack. Allerdings schrieb die Bahnlinie schnell rote Zahlen; 1952 wurde sie schließlich stillgelegt. Eine sehr schöne Dokumentation findet sich unter www.suedstormarnsche-kreisbahn.de.
Heutzutage wird lediglich der Abschnitt bis nach Glinde noch gelegentlich von Güter- oder Museumszügen genutzt. Von Glinde bis nach Trittau verläuft nun auf dem Bahndamm ein malerischer Radweg durch Felder, Wald und kleine Ortschaften. An verschiedenen Stellen - beispielsweise in Schleushörn am Nordufer des Großensees - biete sich die Möglichkeit zur Einkehr, und mit der Buslinie 333 (begrenzte Fahrradmitnahme) kann man sich den Rückweg abkürzen.
Stolpersteine für Paula und Simon Laser verlegt
Das Projekt Stolpersteine des Künstlers Gunter Demnig verfolgt das Ziel, die Erinnerung an die Opfer des Nationalsozialimus wachzuhalten. Zu diesem Zweck werden Messingsteine mit den Namen und Lebensdaten dieser Menschen angefertigt und dort im Pflaster verlegt, wo sich deren letzter freigewählter Wohnsitz befunden hat. Einer kleinen Gruppe des Mehrgenerationenhauses ist es zu verdanken, dass die Zahl der in Billstedt verlegten Stolpersteine nun auf sieben gestiegen ist: Seit kurzem erinnern zwei Steine in der Billstedter Hauptstraße 8 an Paula und Simon Laser, die nach Riga deportiert und dort ermordet wurden. Die anderen Stolpersteine befinden sich im Schiffbeker Weg 9 (Fiete Schulze und Rudolf Kroohs), im Öjendorfer Weg 41 (Katharina Corleis) und in der Billstedter Hauptstraße 50 (Ehepaar Isenberg). Die Geschichtswerkstatt Billstedt gratuliert der Gruppe um Frau Seiler zu diesem tollen Erfolg!
Billstedter Hauptstraße: Testweiser Rückbau!
Die Arbeitsgruppe Billstedter Zentrum der Aktiven Stadtteilentwicklung hat einen wichtigen Meilenstein erreicht: Eine Verkehrszählung hat ergeben, dass in der Billstedter Hauptstraße zwischen Schiffbeker Weg und Reclamstraße zwei Fahrspuren für den Straßenverkehr ausreichend sein müssten. In 2011 wird nun ein testweiser Rückbau erfolgen. Sollte er sich bewähren, so würde der Weg frei für weitere Wünsche der Bewohner: Abbruch der Fußgängerbrücke und Ersetzung durch eine ebenerdige Querung, Umwandlung der Billstedter Hauptstraße in einen begrünten, für Fußgänger, Radfahrer und Anwohner attraktiven Boulevard mit ausreichend Parkraum und mehr Einzelhandel, Weiterentwickung der Fläche an der Abzweigung der Möllner Landstraße zu einer lebendigen Piazza. Ein kurze Geschichte der Billstedter Hauptstraße finden Sie hier
Ja zur Erhaltungsverordnung
Mit einer Erhaltungsverordnung verschafft sich eine Gemeinde die Möglichkeit, in stärkerem Maße als sonst auf bauliche Veränderungen Einfluß zu nehmen. Insbesondere bezieht sich dies auf den Abriss oder die Umwidmung bedeutsamer historischer Bauten oder Ensembles, soziale Milieus und Neubauprojekte. Gegenwärtig bemühen sich SPD und GAL im Bezirk Mitte um eine solche Regelung für das Billstedter Zentrum. Primär zielt die Initiative auf die gründerzeitlichen, bisher nicht geschützten Bauten an der Ecke Billstedter Hauptstraße/Schiffbeker Weg und Möllner Landstraße 33-37.
Die Geschichtswerkstatt Billstedt begrüßt diese Initiative, denn es handelt sich bei diesen Gebäuden um wesentliche der wenigen erhaltenen Bauten, die auf Billstedts industrielle Vergangenheit verweisen. Insbesondere wenn der Komplex am Schiffbeker Weg abgebrochen würde, wäre dies ein schwerer Verlust. An die Stelle eines historischen Gepräges würde dann endgültig die völlige Austauschbarkeit treten. Die umliegenden Bauten lassen sowohl hinsichtlich Größe als auch Gestaltung das Schlimmste befürchten.
Ältestes Haus Schiffbeks entdeckt
Bisher galt das Haus auf dem Spökelberg in der Billstedter Hauptstraße 120 als das älteste erhaltene Gebäude Schiffbeks. Es wurde 1865 von Herrn L.G.C. Ullner errichtet, der im selben Jahr am Fuße der alten Burganlage eine Farbholzmühle eröffnete. Doch seit kurzem stellen sich die Dinge etwas anders dar. mehr
Tschechische Spurensuche
Ab Beginn des 20. Jahrhunderts entwickelte sich im Schiffbek eine tschechische Gemeinde. Die Menschen wurden in ihrer Heimat als Arbeitskräfte für die Jutespinnerei und -weberei angeworben und siedelten in die damals noch preußische Ortschaft über. Hier gründeten sie den Verein "Lidumil" (dt. Menschenfreund) und betrieben im Wüstenberg'schen Lokal "Erholung" in der Möllner Landstraße 48 eine Sonntagsschule, die in den 20er Jahren unter der Leitung von Jan Tyml stand. Jan Vlachy aus Prag würde gerne mehr über diese tschechische Gemeinde erfahren. Ihm sind die folgenden Familiennamen bekannt: Krivohlavek, Hovora, Kubicek, Bednar, Spacek. Kann jemand weiter helfen?
Widerstand gegen den Schlickberg
Seit rund drei Jahren kämpft die Initiative „Kein Schlick in Billstedt“ gegen die drohende Schlickdeponie auf dem Altspülfeld Kirchsteinbek. Nach diversen öffentlichen Anhörungen, Eingaben bei Politik und Verwaltung und Mahnwachen bildeten zwei Demonstrationen mit jeweils mehreren hundert Teilnehmern den vorläufigen Höhepunkt in der Auseinandersetzung mit der Hamburg Port Authority (HPA), die das bis zu 38 Meter hohe Monstrum auftürmen will.
Ziel muss es sein, die HPA zu veranlassen, andere Möglichkeiten – wie zugesagt – ernsthaft zu prüfen. Besondere Bedeutung hat dabei, dass mit der Verflüssigung des Elbschlicks im Fluss eine echte Alternative zur Deponierung besteht, die die Suche nach weiteren Flächen überflüssig macht. Mehr Informationen erhalten Sie unter www.kein-schlick-in-billstedt.de und in dem hier abgedruckten Aufruf zur ersten Demonstration.
Gefördert durch
Bezirksamt Hamburg-Mitte, Fachamt für Stadt- und Landschaftsplanung


