Killstedt-Update 2018: Billstedt besser als Wandsbek und Marienthal

 

„Aufs unrühmliche Podium der gefährlichsten Stadtteile schaffte es auch Billstedt mit 7442 Straftaten, immerhin 329 weniger als 2017 (minus 4,2 Prozent).“ So liest man es am 12.3.2019 in der Hamburger Morgenpost anlässlich der Veröffentlichung des Stadtteilatlas der polizeilichen Kriminalstatistik 2018. Gemeint ist hier der dritte Platz hinter den Stadtteilen St. Georg und St. Pauli, und wieder einmal hat diese Berichterstattung einen schwerwiegenden Haken: Es wird nur auf die absolute Zahl der Straftaten geschaut und diese nicht ins Verhältnis gesetzt zur Zahl der Einwohner. Tut man das, kommt man zu einem ganz anderen Bild: Dann liegt die Altstadt mit 2473,7 Straftaten je 1000 Einwohner vorne, gefolgt von St. Georg (1813,4), St. Pauli (835,1) und der Neustadt (398,1). Sicherlich sind dies alles gewisse Sonderfälle, doch reihen sich bei dieser Betrachtungsweise vor Billstedt noch zahlreiche andere „normale“ Stadtteile ein, nämlich etwa Harburg (243,6), Altona-Altstadt (231,9), Wandsbek (120,9), Wilhelmsburg (118,7) und Marienthal (109,5) Und dicht hinter Billstedt (105,5) folgen mit Bahrenfeld (103,2), Bergedorf (100,8) und Ottensen (99,8) Stadtteile, die man auch nicht unbedingt als NoGo-Area bezeichnen würde.

 

Tatsächlich gibt es auch für das Jahr 2018 wieder überwiegend Positives über die Kriminalitätsentwicklung in Billstedt zu berichten: Mit einem Rückgang der angezeigten Straftaten um 4,2% schneidet der Stadtteil abermals besser ab als der Bezirk Hamburg-Mitte (-0,9%) und die Stadt Hamburg (-3,3%). Bei Raubdelikten insgesamt (-27,9%), Raubüberfällen auf Straßen, Wegen und Plätzen (-19,5%), Körperverletzung (-3,9%), Gewaltkriminalität (-7,6%) und Diebstahl von Kraftwagen (-21,4%) ist der Rückgang stärker als in Hamburg gesamt. Mit 105,5 Straftaten insgesamt sowie 0,9 Raubdelikten, 2,7 gefährlichen und schweren Körperverletzungen, 3,8 Gewalttaten und 2,1 Fahrraddiebstählen je 1000 Einwohner liegt Billstedt unter dem Hamburger Durchschnitt, mit 0,5 Rauben auf Straßen, Wegen und Plätzen, 12,4 Körperverletzungen, 1,1 Autodiebstählen und 7,9 Taschendiebstählen je 1000 Einwohner befindet es sich auf oder nur leicht über dem Hamburger Durchschnitt.

 

Um die Billstedter Zahlen differenziert bewerten zu können, haben wir ihnen dieses Mal in der Tabelle nicht nur die Daten für Hamburg gesamt und den Bezirk Hamburg-Mitte gegenübergestellt, sondern auch die Werte für Wilhelmsburg, Marienthal und Ottensen.

 

 



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