Schulbau

 

Nach Ende des Zweiten Weltkrieges gab es in Billstedt lediglich vier allgemeinbildende Schulen: die drei ehemaligen Gemeindeschulen von Schiffbek, Kirchsteinbek und Öjendorf und die katholische Schule, die sich damals noch auf dem Gelände der Schiffbeker Volksschule zwischen Billstedter Hauptstraße und Möllner Landstraße befand. Durch den ab 1949 einsetzenden Wohnungsbau und den damit verbundenen Anstieg der Einwohnerzahl wuchs auch der Bedarf an neuen Klassenräumen.

 

Überwiegend errichtete man die neuen Schulbauten nicht an den Standorten der alten Schulen, sondern in unmittelbarer Nachbarschaft zu den Neubaugebieten. Zum einen waren so die Wege kürzer, zum anderen gab es an den alten Standorten teilweise keinen Platz mehr für Erweiterungsbauten.

 

Wie beim Wohnungsbau versuchte man bei den Schulgebäuden einen architektonischen Neuanfang. Im Gegensatz zu den düsteren, häufig einschüchternden Bauten aus Kaiserreich und Zwischenkriegszeit setzte man nun auch hier auf Licht, Luft und freundliche Farben. Bevorzugt wurden in aufgelockerter Bauweise ein- und zweigeschossige Pavillionbauten errichtet, die durch Laubengänge verbunden waren. Hatte man zunächst noch solide gemauert, so hielt ab Mitte der 1960er Jahre auch hier die Fertigteil-Bauweise Einzug.

 

Der Anfang wurde 1952 mit der Schule Steinadlerweg gemacht. Es folgten der Neubau der katholischen Schule am Öjendorfer Weg sowie die Schulen Oberschleems, An der Glinder Au, Öjendorfer Höhe, Archenholzstraße, Oststeinbeker Weg und Bonhoefferstraße. Sämtlich waren dies Grundschulen mit teilweise angeschlossenen Haupt- und Realschulen. Bis zum Abitur führten sodann das ab 1967 eingerichtete Gymnasium Billstedt (heute Kurt-Körber-Gymnasium), die ab 1970 im Aufbau befindliche Gesamtschule Mümmelmannsberg und ihr später folgendes Pendant in Öjendorf.

 



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