Der Straßenverkehr hinterlässt seine Spuren 1

 

       Ab dem letzten Viertel des 19. Jahrhunderts entwickelte sich an der unteren Bille ein Industriegebiet  mit mehreren tausend Arbeitsplätzen: Das heutige Billbrook. Die größten Fabriken waren die Norddeutsche Jutespinnerei und -weberei (im Vordergrund), ein Metallwalzwerk und eine Zinkhütte sowie eine größere Zahl chemischer Betriebe. Wiederholt verursachten diese Betriebe, allen voran die Zinkhütte, schwerste Umweltbelastungen.
   

 

 Die in den Billbrooker Betrieben tätigen Arbeiter siedelten sich überwiegend in Schiffbek, dem Zentrum des heutigen Hamburger Stadtteils Billstedt, an, wo sich auch die Jutespinnerei und -weberei mit ihrer Arbeiterkolonie befand. Diese ist im Bild rechts oberhalb der Fabrik zu sehen. Am linken Bildrand erkennt man die Türme Hamburgs.    
   

 

     Durch den Zuzug der Industriearbeiter wandelte sich Schiffbek in den drei Jahrzehnten vor Ausbruch des Ersten Weltkriegs von einem Dorf mit weniger als tausend Einwohnern zu einem Arbeiterquartier mit knapp zehntausend Köpfen. Etwa drei Viertel der Beschäftigten waren ungelernte Industriearbeiter, viele von ihnen stammten aus Osteuropa.

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